Online-Vortrag: Einblicke in die Arbeit der Frauenberatungsstelle

Das Team der Frauenberatungsstelle

Wir laden alle Interessierten ein, in einem Online-Vortrag am 20.04.2021 die Frauenberatungsstelle, sowie ihre Angebote und Arbeitsweisen kennen zu lernen.

Im Vortrag stellen die Mitarbeiterinnen die Fachberatung zu häuslicher und sexualisierter Gewalt vor und geben Einblicke in die stabilisierende Beratung.

Der Vortrag findet am Dienstag, den 20.04.2021 von 10.00 bis 11:30 Uhr online via Zoom statt.

Der Link zur Veranstaltung wird nach der Anmeldung per E-Mail zugesendet.

Bitte melden Sie sich telefonisch unter 0231 – 52 10 08 oder per E-Mail unter frauen@frauenberatungsstelle-dortmund.de an.

Statement zum internationalen Frauentag

Wir möchten an diesem internationalen Frauentag auf die Situation der Frauen in der COVID-19 -Pandemie aufmerksam machen, die von Gewalt betroffen sind.

Existentielle Sorgen, Quarantäne und eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit führen zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebenssituation von gewaltbetroffenen Frauen:

  • Frauen können das Haus nur eingeschränkt verlassen und sind dem gewalttätigen Familienmitglied dadurch stärker ausgeliefert.
  • Die ökonomischen Folgen der COVID-19 – Pandemie, beispielsweise durch den Verlust des Arbeitsplatzes können die Abhängigkeit von dem/der Partner*in verstärken. So wird es für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, noch schwieriger, einen Ausweg aus der Situation zu finden. In den besonders durch die Pandemie betroffenen Sektoren wie Einzelhandel, Gastgewerbe und Tourismus sind Frauen überrepräsentiert.
  • Der Zugang zu Schutzmaßnahmen vor Gewalt ist für Frauen deutlich erschwert. Viele Partner*innen  sind im Homeoffice, die Kinder aufgrund des Distanzunterrichts zuhause, so dass der Frau weniger Zeitfenster zur Verfügung stehen, um das bestehende Hilfesystem zu kontaktieren und sich über ihre Möglichkeiten zu informieren. Auch die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme zum Frauenhaus wird dadurch eingeschränkt. Mitunter ist es notwendig mehrere Frauenhäuser zu kontaktieren, um einen freien Platz zu finden.
  • Ebenso haben sich die Hürden erhöht, sich von dem/der Partner*in zu trennen, da der Zugang zu Behörden und Ämtern, sowie zum Wohnungsmarkt unter Corona erschwert ist.
  • Frauen, die unter Quarantäne stehen, können ihre rechtlichen Möglichkeiten nach dem Gewaltschutzgesetz nicht ohne Unterstützung durch das soziale Umfeld umsetzen (zum Beispiel fristgerechtes Einreichen von Anträgen beim Gericht). Sie können sich nicht ohne Genehmigung der Behörden in Sicherheit bringen.

unsere Forderungen zum 8. März

Postkarten für den guten Zweck

Unterstützen Sie mit dem Kauf eines Corona-Kartenset die Frauenberatungsstelle:

Der Soroptimist-Club Dortmund hat während des ersten Lock-Downs eine Kartenedition mit 9 Corona-Karten entwickelt. Die Karten sind liebevoll von drei unterschiedlichen Künstler*innen gestaltet worden. Mit dem Erlös werden das PerMenti-Projekt, die Bunte Schule in der Nordstadt und die Dortmunder Frauenberatungsstelle unterstützt.

Vielleicht haben Sie ja Lust, in der aktuell herausfordernden Situation einen kleinen Gruß zu verschicken und dem/ der Adressat*in damit zu zeigen „Ich denke an Dich! Du bist mir wichtig, wir bleiben in Kontakt“?

Ein Kartenset beinhaltet drei Klappkarten mit Umschlägen und kostet 4,50 €.

Die Karten sind über den Online-Shop des Clubs zu beziehen: https://clubdortmund.soroptimist.de/shop/

 

Postkartenset Frauenberatungsstelle
Postkartenset Frauenberatungsstelle

Besuch von Emma

Am Donnerstag hat es bei uns in der Frauenberatungsstelle geklingelt: das BVB-Maskottchen Emma stand vor der Tür und überraschte uns mit einem großen Geschenkepaket! Wir haben uns sehr gefreut, dass damit unsere Arbeit gewürdigt wurde! Wir bedanken uns herzlich für den Besuch, die Geschenke und der damit verbundenen Unterstützung im Kampf gegen sexualisierte Gewalt.

Online Vortrag

Vergewaltigungsmythen mit Lena Mazurkiewicz (Universität Siegen). 

Mythen über Sexualität und sexualisierte Gewalt sind weit verbreitet in unserer Gesellschaft und bleiben doch teilweise unbemerkt. Sie prägen die Art wie Männer* und Frauen* über Sexualität denken und sprechen und formen unsere Kontakte und Beziehungen. Der Vortrag widmet sich der Frage nach Mythos und Realität. Zusätzlich bietet er Möglichkeiten zum Umgang mit Grenzen und dem aktuell gegenwärtigen Thema Konsens. Im Anschluss wird der Raum für einen Dialog zum Thema eröffnet.

Referentin: Lena Mazurkiewicz (Universität Siegen)

Donnerstag 19.11.2020, 18-20 Uhr

Anmeldungen per Mail an frauen@frauenberatungsstelle-dortmund.de

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Der Link zum Meeting wird kurz vor der Veranstaltung per Mail zugeschickt. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Die Veranstalterinnen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren bzw. bei Tätigung solcher Aussagen der Veranstaltung zu verweisen.

Freie Plätze in der Kunsttherapiegruppe

Unter Corona-konformen Bedingungen beginnt bald ein neuer Durchgang unserer Kunsttherapiegruppe.

Das kunsttherapeutische Angebot richtet sich an alle Frauen, die sich

  • Unterstützung bei der Wahrnehmung und Verwirklichung ihrer eigenen Fähigkeiten wünschen,
  • Orientierung in einer schwierigen Lebensphase suchen,
  • aktiv für ihr Wohlbefinden sorgen wollen,
  • Freude an Bewegung, kreativem Ausdruck und gemeinsamen Erleben haben.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es reicht die Freude an Begegnung und dem gemeinsamen Tun.

Teilnahmegebühr: 15 € pro Sitzung plus 25 € Materialgeld im Quartal
Gruppenleitung: Gabriele Dembski, Dipl. Mal- und Gestaltungstherapeutin.

Interessierte Frauen können sich gerne in der Frauenberatungsstelle melden: Telefonisch unter 0231-521008 oder per Mail unter frauen@frauenberatungsstelle-dortmund.de

Förderung der Kampagne „nein heißt nein“ durch den Zonta Club Dortmund und den Zonta Club Dortmund Phoenix

Der Zonta Club Dortmund und der Zonta Club Dortmund Phoenix unterstützen mit einer Spende von 5.750 € die Öffentlichkeitskampagne „nein heißt nein“ der Frauenberatungsstelle.

Die Spende stammt aus dem Erlös der gemeinsamen „Orange Your City“ Aktion (vom 25.11.2019) des Zonta Clubs Dortmund und des Zonta Clubs Dortmund Phoenix. Beide Clubs konnten im vergangenem Jahr für ihre lokale „Orange your City“ Aktion über 70 Unternehmen, Behörden, Kultureinrichtungen in Dortmund für die Beteiligung gewinnen, die durch Illumination oder andere prägnante Maßnahmen ein sichtbares Zeichen gegen psychische und physische Gewalt an Frauen setzten!

Mit dem Erlös der Veranstaltung unterstützen beide Dortmunder Zonta Clubs die Öffentlichkeitskampagne „nein heißt nein“ der Frauenberatungsstelle Dortmund zum Thema sexualisierte Gewalt. Die Spende hilft, das Fortbestehen der Kampagne zu ermöglichen, den Zugang der Frauen zum Beratungsangebot zu erleichtern und eine Sensibilisierung der Dortmunder Stadtgesellschaft für das Thema sexualisierte Gewalt voranzubringen.

Die Kampagne „nein heißt nein“ ist ein Projekt der Frauenberatungsstelle Dortmund. Ziel der Kampagne ist es, die Öffentlichkeit für das Thema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren, Frauen Mut zu machen und über das Angebot der Frauenberatungsstelle zu informieren. Seit Start der Kampagne im Mai 2019 haben sich zahlreiche Akteur*innen aus Politik und Zivilgesellschaft als Unterstützer*innen angeschlossen, um ein klares Statement gegen sexualisierte Gewalt zu setzen.

Zonta International ist ein weltweiter, überparteilicher und überkonfessioneller Zusammenschluss von Frauen. Sie setzen sich dafür ein, die Lebenssituation von Frauen und Mädchen im rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern.

Foto: Frauenberatungsstelle

Spende der BVB-Stiftung

BVB-Stiftung „leuchte auf“ spendet an den Verein Frauen helfen Frauen Dortmund und die Kampagne „nein heißt nein“

Die BVB-Stiftung „leuchte auf“ unterstützt das Frauenhaus und die Frauenberatungsstelle sowie unsere Kampagne „nein heißt nein“ mit einer Spende von 7168 €. Die Stiftung hatte Mitte März eine Spendenkampagne ins Leben gerufen, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken und vor allem gemeinnützige Organisationen zu unterstützen.

Das Frauenhaus und die Frauenberatungsstelle bieten Hilfe, Unterstützung, Beratung und eine sichere Unterkunft für gewaltbetroffene Frauen und deren Kindern an. Durch die im Zuge der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen hat sich für viele Frauen, die häusliche Gewalt erleben, die Situation weiter verschärft. Dank der Spende kann die technische Ausstattung so verbessert werden, dass auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Quarantäne das Beratungs- und Unterstützungsangebot für gewaltbetroffene Frauen aufrechterhalten werden kann und ein niedrigschwelliger Zugang für die Frauen möglich ist.

Darüber hinaus unterstützt der BVB mit dieser Spende die Kampagne „nein heißt nein“ der Frauenberatungsstelle. Wir freuen uns außerordentlich, dass der BVB als einer der wichtigsten Akteure in der Dortmunder Stadtgesellschaft, sich der Kampagne „nein heißt nein“ angeschlossen hat und sich für dieses wichtige Thema einsetzt!

 

Bild: Frauenberatungsstelle

#Corona: Hinweise für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind

Im Zuge der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen kann sich für viele Frauen, die häusliche Gewalt erleben, die Lage weiter verschärfen.

Gefährliche Angriffe lassen sich in gewalttätigen Beziehungen nie völlig ausschließen. Sie können aber selbst einiges tun, um die Sicherheit für sich und ihre Kinder zu erhöhen.

  • Schützen Sie sich vor Isolation!
    Lassen Sie sich nicht von Ihrem Umfeld isolieren! Pflegen Sie telefonische oder – soweit es in der aktuellen Situation möglich ist persönliche Kontakte zur Nachbarschaft, zu Verwandten, Freundinnen, Eltern von Mitschüler/-innen Ihrer Kinder usw. .
  • Finden Sie sichere Orte!
    Finden Sie die sichersten Stellen in Ihrer Wohnung heraus: Welche Zimmer sind abschließbar? Von wo können Sie am besten fliehen? In welchen Räumen hat Ihr Handy Empfang? Meiden Sie die Küche als Fluchtraum!
  • Seien Sie erreichbar!
    Haben Sie ein aufgeladenes Handy bereit. Lernen Sie wichtige Nummern von Polizei, Nachbarn oder Freunden auswendig.
  • Bereiten Sie sich vor!
    Heben Sie alle wichtigen Telefonnummern und Dokumente an einer Stelle auf, so dass Sie sie bei einer plötzlichen Flucht mitnehmen können, ohne lange zu suchen. Einen persönlichen Sicherheitsplan können Sie hier herunterladen.
  • Schützen Sie ihre Kinder!
    Versuchen Sie einen sicheren Ort und eine sichere Atmosphäre für ihre Kinder zu schaffen, diese sollen keine Gewalt erleben müssen. Ist das zuhause nicht möglich, verlassen Sie mit ihren Kindern die Wohnung und suchen Sie Hilfe. Sie haben die Möglichkeit, sich an ein Frauenhaus zu wenden.
  • Rufen Sie die Polizei!
    Zögern Sie nicht, die Polizei anzurufen! Der Polizeinotruf ist kostenlos.
    Die Polizei hat die Möglichkeit, den Täter für 10 Tage aus der Wohnung zu verweisen. Dieser muss die Schlüssel abgeben und die Wohnung verlassen. In dieser Zeit darf er nicht in die gemeinsame Wohnung zurückkehren.
    Die Wohnungsverweisung und das Rückkehrverbot gelten in der Regel 10 Tage. Innerhalb dieser Zeit können Sie beim Amtsgericht einen Eilantrag auf Zuweisung der Wohnung und andere Schutzanordnungen stellen. Nehmen Sie die Dokumentation vom Polizeieinsatz, ein ärztliches Attest (falls vorhanden), Personalausweis, die aktuellen Kontaktdaten des Täters und den Mietvertrag/Grundbucheintrag mit zum Gericht. Die Anträge können über Rechtsanwälte oder direkt bei der Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts gestellt werden. Beratung und Unterstützung bei der Antragsstellung erhalten Sie auch bei uns in der Frauenberatungsstelle.
  • Erstellen Sie einen Notfallplan!
    Informieren Sie vertraute Menschen über Ihre Situation und entwickeln Sie einen Plan und ein sichtbares Zeichen für den Fall, dass Sie Hilfe brauchen. Verabreden Sie mit ihnen, was diese dann tun sollen.
  • Zögern Sie nicht Hilfe zu holen!
    Die Ämter, Behörden und Beratungsstellen arbeiten in Zeiten von Corona zum Teil eingeschränkt! Eine Notfall-Versorgung ist jedoch in jedem Fall gewährleistet – vieles kann telefonisch geklärt werden. Es empfiehlt sich, betreffenden Stellen vorher anzurufen und ggfs. einen Termin zu vereinbaren. Das Frauenhaus Dortmund ist geöffnet und unter der Rufnummer 0231-800081 oder unter www.frauenhaus-dortmund.de erreichbar.Weitere Frauenhäuser finden Sie unter: www.frauen-info-netz.de.